Besucher-Herkunft: Was ist der Referrer?

Besucher-Herkunft: Was ist der Referrer?

Um Seitenbesucher besser zu verstehen, sollte man vor allem wissen woher sie kommen. Nein, gemeint ist nicht die geographische Herkunft sondern der Akquise-Kanal. Aber wie funktioniert das technisch?

In meinem Alltag nutze ich diese Funktion besonders häufig und sie ist eigentlich kaum mehr aus dem digitalen Umfeld wegzudenken. Bevor der die Entwickler gleich protestieren: Streng genommen handelt es sich gar nicht um eine Funktion, sondern vielmehr um eine simple Eigenschaft des Browsers – den Referrer. 

document.referrer

Das Prinzip ist sehr einfach. Über den Browser lässt sich mit JavaScript die „Referrer-Property“ auslesen. Mit dem Befehl (in die Web-Developer Konsole eingeben)

document.referrer

wird die URL zurückgegeben, über die man auf die Zielseite gelangt ist. Ein Beispiel: Über Google suchen wir nach dem Suchbegriff „document.referrer“.

Google liefert einige brauchbare Ergebnisse und wir entscheiden uns in diesem Fall für den zweiten Eintrag von w3schools.com (übrigens ein Tipp für alle die sich für Web-Technologien interessieren).

Auf der w3schools-Seite geben wir nun in der Developer-Konsole den Referrer-JS-Befehl ein und bekommen prompt die URL zurück, die uns auf diese Seite gebracht hat – „https://www.google.de“.

Mit Hilfe von JavaScript, in Kombination mit regulären Ausdrücken, können nun beispielsweise einzelne Fragmente der URL abgefragt werden. So könnte man prüfen ob die Zeichenkette „www.google.“ in der URL des Referrers enthalten ist. Das ist eine elegante Methode um ein Segment für alle Besucher zu bauen, die von Google kommen – und das unabhängig davon über welche Länderkennung sie gekommen sind.

Übrigens lassen sich damit auch gezielt Ad-Words-Kampagnen ansprechen oder in einem Segment zusammenfassen. Selbst Direkteinstiege können über den Referrer erfasst werden. Wenn wir nämlich die URL „www.w3schools.com“ direkt in den Browser eingeben, bekommen wir folgendes Ergebnis:

Keine Antwort ist in diesem Fall auch eine Antwort. Der leere Inhalt lässt darauf schließen, dass der Besucher nicht über einen externen Browser-Link auf die Seite gefunden hat.

Einen Haken hat die Sache aber doch. Leider liefert der Referrer bei Links, die nicht aus einem Browser stammen, ebenfalls einen leeren Inhalt. Dazu gehören z.B. E-Mail-Programme oder Links aus PDF-Dateien. In den meisten Fällen kann man jedoch diese Edge-Cases ignorieren, da man vermutlich E-Mail-Kampagnen sowieso über einen Parmater in der URL trackt. Ferner wird die Zahl der User, die über ein PDF-Programm u.ä. kommen, nicht weiter nennenswert sein.

tl;dr

Über die Browser-Eigenschaft „Referrer“ (document.referrer) lässt sich die URL auslesen, über die der Besucher auf die Seite gekommen ist. Damit lassen sich Akquise-Kanäle individuell definieren und für die Segmentierung der Audience gezielt nutzen.

Bildquelle Titelbild: https://pixabay.com/de/codierung-programmierung-arbeiten-924920/

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